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Mission "Steiniger Pfad" - Innerste zwischen Clausthal und Lautenthal - 04.02.2000

Bedingungen

Teilnehmer


8.30 Uhr

Das Einsatzteam trifft sich zum Frühstück. Die Stimmung ist gut, die Dunkelheit verschleiert noch die Sicht auf das Wetter.

10.15 Uhr

Unsere Verstärkung aus Bremen trifft mit dem Einsatzbulli ein. "Bin ich eigentlich beuscheurt, bei dem Wetter 300 km weit zum Paddeln in den Harz zu fahren?"
Wir verladen die Boote auf den Missionsgolf - von nun an muß jeder Handgriff sitzen, der Zeitplan ist eng gesteckt.

10.50 Uhr

Abfahrt. Wir fahren die Strecke ein letztzes Mal ab, prüfen die vermeindlichen Schlüsselstellen auf die beste Paddelroute. Wir beschließen, dass auf dem Teil der Strecke (ca. 15 km lang), den wir nicht von der Straße aus erreichen können, auch das Paddeln möglich ist.

12.30 Uhr

Wir finden eine Stelle, die den gefahrlosen Ausstig ermöglicht und hinreichend eindeutig zu erkennen ist. Der Bulli läßt sich nur unzureichend im Unterholz verstecken, dennoch beginnt das Team damit, sich in die Paddelklamotten zu quälen. Wer bis dahin noch keine kalten Füße hatte, bekommt sie jetzt.
Erstmals kommen unsere für 500 Pf auf der BOOT erstandenen Neoprenkappen zum Einsatz. Sehen scheiße aus, halten aber gut warm. Leider nicht die Füße.

13.00 Uhr

Wir machen uns auf dem Weg zum Einstiegsort. Jerder äugt nochmal in den Bach - heimlich natürlich, um die "sowas-ist-für-mich-doch-kein-Problem"-Fassade zu bewahren.

13.15 Uhr

Es kann losgehen. Matthias läßt seinen Pinball um 13.18:22 Uhr majestätisch ins Wasser gleiten, die anderen folgen in kurzen Abständen.
Um 13.18:23 Uhr schraddelt Matthias über den ersten Stein. Vielleicht ist doch nicht ganz so viel Wasser im Bach wie vermutet, trotz Hochwasser...
Wir lassen uns nicht entmutigen und schraddeln munter weiter.

14.30 Uhr

Wildemann ist erreicht. Bei der Ortsdurchfahrt bleiben wir weitgehend unbeachtet. Unsere Cheerleader lassen sich auch nirgends blicken...

15.45 Uhr

Wir kommen nach Lautenthal. Am Ortseingang geht Patrick erstmal baden. Zum Rollen ist es zu flach, das Paddel liegt auch irgendwie quer unter dem Boot, nach reiflicher Überlegung entschließt er sich zum Ausstieg.
Der Nieselregen ist inzwischen einer Nebelbank gewichen, bei mir beträgt die Sichtweite unglaublichen 2,5 cm. Während Patrick sein Boot leert putze ich daher meine Brille.

16.30 Uhr

Das Bulli kommt in Sicht! Jeder sucht sich sein Kehrwasser, mit letzter Kraft werden die Boote zum Bus geschleift. Wir haben seit dem Frühstück nichts gegessen und die Füße sind immernoch kalt.
Während wir die Ausrüstung aufs Dach laden, knickt eine Stütze des Dachgepäckträgers ab. Todesmutig schreiten die angehenden Ingenieure zur Tat und beheben das Problem in kürzester Zeit.
Endlich ist es Zeit für die trockenen(!!!) Klamotten und vor allem: WOLLSOCKEN!

17.04 Uhr

In diesem Moment macht Patrick einen grausigen Fund: Die Verpackung der Bountys in seiner Tasche war den enormen mechanischen Belastungen nicht gewachsen. Durch den Einfluß des Wassers hat sich die Zartbitterschokolade milchig verfärbt. Wir sind schockiert und beschließen, die Riegel unverzüglich einer biologischen Verwertung zuzuführen.

17.30 Uhr

Wir beenden die Mission erfolgreich. Bleibende Schäden sind nicht erkennbar.