Die Bühne
Zum Bühnenbau gehören zunächst mal die groben Arbeiten mit den Kulissen. Wir besitzen einige Stellwände, die variabel aufgebaut werden können. Eine echte Tür, einen Durchgang und so etwas wie ein Fenster stehen uns auch zur Verfügung. Darüber können dann Stoffe gespannt werden, die Tapete oder Hintergründe darstellen sollen. Bewährt haben sich Abdeckfarben mit Wasser verdünnt in (alten) Sprühflaschen. Unverzichtbar für den Bühnenbau sind Schraubzwingen. Ehrlich, davon können wir gar nicht genug kriegen, in allen Größen!
Die Größe der Bühne hängt vom Aufführungsort und von der Anzahl der gleichzeitig auf der Bühne stehenden DarstellerInnen und Gegenstände ab. Natürlich muß die Größe auch mit dem Licht abgesprochen sein, sonst gibt es dunkle Ränder :(
Alle Gegenstände, die "fest" auf der Bühne stehen gehören auch zum Bühnenbau. Da darf (muß) fleißig gebastelt werden. Zum Glück muß das ja nicht für die Ewigkeit halten und so gibt es Eichenmöbel aus Pappe, elegante Stühle mit Stoff behängt, Stoffblumen, Plastikplanen und was die Mülltonne alles so hergibt.
Besonders schöne Gegenstände heben wir aber auch auf und verwenden sie gern wieder: Der Sarg aus "Jerry ist tot", die Säulen aus "Romulus der Große" und später "Jerry ist tot" sowie ein Kamin, der auch schon Kommode und Bücherregal war. Weil das alles viel Platz braucht und wir nicht so viel schleppen wollen, verwenden wir gern Tische, Stühle und andere Gegenstände, die am Aufführungsort vorhanden sind. Die Sessel aus dem Physikfoyer gehören deshalb in allen Dekorationen zum Bestandteil des Bühnenbildes.
Wir versuchen, den Aufwand gering zu halten und trotzdem ein stimmungsvolles Bild abzugeben. So drückte die Bühne bei "Jerry ist tot" neureiche Eleganz aus, die Farben waren sehr reduziert, so daß die rot gehaltenen (Mord)gegenstände gut zur Geltung kamen. Die Sterilität des Zimmers aus der "Apokalyptischen Show von den vier Flüssen Manhattans" (im Bild) kommt durch die antiseptischen Plastikplanen und die vielen Rohre (Rezykliersystem) schön zum Ausdruck.
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