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Tangovon Slawomir Mrozek
Der junge Arthur rebelliert gegen seine Familie, die jegliche Konventionen abgelegt hat und in der absolute Freiheit und Anarchie herrschen. Doch er selbst wird Opfer seines Versuchs, mit den Werten von gestern eine neue Ordnung zu schaffen. Dieser Versuch einer Revolution im Privaten, die hier auf vertrackte Art auch die Konflikte zwischen Generationen spiegelt, wird vom polnischen Autor Mrozek zu einer ebenso vergnüglichen wie makabren Groteske gesteigert. Das Stück kann als Parabel über das Funktionieren totalitärer Regimes interpretiert werden, aber auch als absurde Farce über die Sinn- und Wertekrise in der modernen Industriegesellschaft. Darstellerinnen und Darsteller
Die Aufführung"Tango" wurde am 26.11. und am 30.11.1999 aufgeführt. Beide Vorstellungen waren ein großer Erfolg, bei vorgesehenen 100 Plätzen waren sie jeweils beinahe ausverkauft. 100 Plätze sind nicht viel für die Mensa? Das mag stimmen, aber bei einer Bühne mit ca. 35 m² Kulissenwand und einer Grundfläche von mehr als 50 m², auf der sich oft bis zu sieben Darsteller und nahezu 3 m³ Requisiten befanden, die von über 7000 Watt Scheinwerferlicht ins rechte Licht gerückt wurden, war die Mensa auch mit 100 Sitzplätzen recht gut gefüllt. Die Vorgeschichte der Aufführungen war ereignisreich: Nachdem nach dem Stück "KUNST" der "harte Kern" der Theatergruppe durch den Sprung in die große, weite (Arbeits-)Welt beinahe verschwunden war - nur noch Ralph hielt eisern das störstreifenfreie Fähnchen hoch - meldeten sich im Herbst und Winter 1998/99 doch einige Theaterinteressierte, so dass ein passendes Stück gesucht und gefunden wurde: Tango.
Nachdem jedoch ein Darsteller und zwei der drei
Darstellerinnen frühzeitig absprangen, schien das Projekt schon wieder beendet,
noch bevor es richtig angefangen hatte. Mit Eva fand sich eine "Ersatzdame",
die sich als hervorragende Besetzung für Ala, die Braut des jungen Arthur,
herausstellte.
Neben den auf der Bühne sichtbaren Schauspielern gab es auch einige verborgene
Hilfsgeister. Den richtigen Ausdruck auf die Gesichter der Darsteller zauberte
Simone mit ihrer vieljährigen Theatererfahrung und ihrem Schminkköfferchen.
Darüber hinaus brachte sie uns bei den Proben mit ihren Aufwärmübungen in
die richtige "Theaterstimmung". |