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Der Komplex "Wissenschaftliches Tauchen" an der TU Clausthal wurde bereits vor geraumer Zeit gegründet. Das Interesse an einer meeresgeologischen Forschungsgruppe an dem früheren Lehrstuhl für Erdölgeologie / angewandte Geologie wurde durch seinen Begründer, Prof. Dr. Heinz Beckmann, Mitte der 60er Jahre geweckt.
Die seinerzeit bestehenden Schwerpunktprogramme der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in der Meeresgeologie führten zu langjährigen Forschungsarbeiten im Meer, die in den ersten fünf Jahren in der griechischen Ägäis (Naxos) durchgeführt wurden.
Von Beginn an war hier die Notwendigkeit erkannt worden, die Tauchtechnik als wissenschaftliche Arbeitsmethode unter Wasser einzusetzen. Dies führte nach einführenden Sicherheitsübungen in Zusammenarbeit mit dem Clausthaler Grubenrettungswesen und dem DLRG–Ortsverband 1967 zunächst zu Freitaucheinsätzen und ab 1968 zu Gerätetaucheinsätzen mit Atemautomaten. Zu diesem Zweck wurde eine umfangreiche Geräteausrüstung nach dem damalig neuesten Stand der Technik beschafft, die zum Teil auch heute noch eingesetzt und betreut wird.

Wissenschaftliche UW–Arbeiten mit sporttaucherischen Mitteln waren seinerzeit Standard in Europa. Einige Tauchunfälle führten 1971 zu behördlichen Tauchverboten und danach zur Erarbeitung von "Richtlinien für den Einsatz von Forschungstauchern", niedergelegt in der ZH-1/540. Ziel war die Ausbildung und staatliche Prüfung von Tauchern für wissenschaftliche Zwecke, um eine sichere Durchführung von Unterwasserforschungen zu gewährleisten.
Von 1972 bis 1996 haben etwa 35 Studenten, wissenschaftliche Mitarbeiter und andere Angehörige der TU Clausthal diese Ausbildung erfolgreich durchlaufen. Diese gliederte sich in zwei Abschnitte: die Vorausbildung, die auch hier in Clausthal durchgeführt wurde, und die Endausbildung in Form eines etwa dreiwöchigen Kurses. Die Forschungstaucher der Wissenschaftlichen Tauchgruppe Clausthal absolvierten ihre Ausbildung hauptsächlich bei der Biologischen Anstalt Helgoland oder bei der DLR in Köln.
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